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Korrosion und Korrosionsschutz
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Korrosion und Korrosionsschutz

Das Wort "Korrosion" stammt vom lateinischen Wort "corrodere" (="zernagen"). Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine messbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann. Um Korrosion zu verhindern, gibt es verschiedene Verfahren, die man allgemein als Korrosionsschutz bezeichnet.

In unserem Geschäftsfeld "Korrosion und Korrosionsschutz" bieten wir folgende Leistungen an:

  • Analyse von Schadensfällen bedingt durch korrosive Einflussgrößen
  • Begutachtung der Umgebungsmedien
  • Werkstoffanalysen
  • Untersuchung vorliegender Korrosionsprodukte in gelöster Form im Medium und in fester Abscheidung
  • Erstellung von Gutachten korrosionsbedingter Gegebenheiten
  • Minimierung von Korrosionsschäden durch Beeinflussung von Medium, Werkstoff, Konstruktion, Fertigung und Betriebsablauf

Anbei einige Beispielprojekte:

Werkstoff- und Korrosionsprobleme von Plattenwärmeüberträgern für Trinkwasseranlagen

Inhalt des Projektes war die Begutachtung der verwendeten Medien und der eingesetzten Werkstoffe von Plattenwärmeüberträgern und deren löttechnischen Verbindung. Als Ursache für die Korrosionsprobleme wurden Vorgänge in der Prozeßtechnologie identifiziert. Es wurde eine Optimierung der löttechnischen Prozesse und eine Minimierung der Vorgänge in den Kontaktwerkstoffen Lot und Prägeblech durchgeführt. Ziel der Maßnahmen war eine Erhöhung der Lebensdauer des Plattenwärmetauschers von derzeit ein bis drei Jahre auf zehn bis zwanzig Jahre.

Untersuchung der Schadensursache an einer korrodierten und gebrochenen Injektionsrohrleitung einer Tieflochbohrung

Ausgangssituation: die existierende Bohrung reichte bis in eine Tiefe von 3000m. Bei der Bohrung wurden mit Hilfe eines Injektionsrohres Stoffe eingefördert, welche ab einer bestimmten Tiefe (Druck) ein Ausfallen des Kalkes verhindern sollten. Durch Probleme im Rohrsystem der Injektionsanlage kam es zu einem Kalkausfall, welcher die Außenfläche der Rohre stark belegte. Durch die eingetretenen Belastungen kam es zu einem duktilen Gewaltbruch im Bereich der Rohraufhängung. Durch werkstofftechnische Analysen wurde eine Lochkorrosion in einer Tiefe von etwa 120m festgestellt. Das System wurde durch höherwertige Stahlqualitäten erneuert. Zusätzliche Probleme der ungenügenden Schweißungen an der Muffe wurden durch schweißtechnische Maßnahmen praktisch behoben. [Beispielbilder als pdf]

Spannungsrisskorrosion von Messingwerkstoffen für diverse Sanitärbereiche

Ausgangssituation waren durchgehende Axialrisse an Sanitäranlagen. Es wurden biologische, chemische und physikalische Wasser- und Werkstoffanalysen durchgeführt. Ursachen für die Axialrisse waren (i) ein spannungsrißempfindlicher Messingwerkstoff, (ii) die Empfindlichkeit gegenüber äußerer und/oder innerer Zugspannungen und (iii) Empfindlichkeit gegenüber spezieller Korrosionsmedien (z.B. Bakterien) im Trinkwasser. Als Verbesserungsmaßnahmen wurden herstellungsbezogene Optimierungen (wie z.B. Wärmebehandlung) und der Einsatz von besser geeigneten Messingwerkstoffen empfohlen.

Analyse von Leckagen an geschlossenen, unterschiedlich ausgeführten Rohrleitungssystemen und Sanitärprodukten in Kältetechnik-Anlagen

Die Medien und Werkstoffe von Rohrsystemen wurden analysiert. Lichtmikroskopische und rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen der Gefügestrukturen wurden durchgeführt. Die aufgetretenen Leckagen an bestimmten Stahlrohren entstanden durch den Herstellprozess mit induktiver Schweißtechnologie. Die Folgen waren Versprödungen, Anrisse und Durchrisse. Die Lösung war eine Neuinstallierung mit geänderten Rohrwerkstoffen.

Untersuchung von Leckagen an Messingbauteilen für die Sanitärtechnik

Ausgangssituation waren Leckagen an Messingkonstruktionen und der damit resultierende Austritt von Trink- und Brauchwasser, in deren Folge auch bauliche Schäden auftraten. Die Anwendung von makro-, mikro-, und elektronenmikroskopischen Untersuchungsmethoden zeigten (i) inhomogene Maß- und Formtoleranzen der Konstruktionsteile und (ii) Auflösungen des Messingwerkstoffes (Kupfer-Zinklegierung). Dabei scheidet sich Kupfer als Kupferschwamm ab, der Zinkanteil wird in der Regel aus dem System ausgeschwemmt. Die Folge ist ein moderater bis starker Wasseraustritt in das Mauerwerk. Lösungsvorschläge: Herstellung von Regel- und Absperrorganen aus entzinkungsbeständigem Werkstoff. Optimierung des Wassers, im Besonderen die weichen Wasserhärtewerte sowie erhöhte Chloridwerte.

Konstruktive und werkstoffkundliche Untersuchungen eines Sonnenschutzsystems für die Fassade eines Gebäudes

Fassadenbauwerke wie etwa Sonnenschutzsysteme stehen unter klimatischen und umgebungsbedingten Einflüssen. Der Projektauftrag war eine Untersuchung, ob das vorliegende Sonnenschutzsystem den Umwelteinflüssen bzgl. Korrosionsanfälligkeit standhält. Korrosionstechnische Untersuchungen (z.B. Auslagerungen in angepassten Medien) zeigten, dass sowohl die konstruktiven Ausführungen, aber auch die werkstofftechnische Auswahl den Anforderungen bzgl. Korrosionsbeständigkeit nicht genügten. Empfehlungen über verbesserte konstruktive Maßnahmen und anforderungsgerechte Werkstoffe wurden dem Untersuchungsergebnis beigelegt. [Beispielbilder als pdf]